tag 11: ilanz - trun

was für ein weckdienst! ilanz hat drei kirchen, die schön nacheinander ihre glocken erklingen lassen. konkret bedeutet dies, dass morgens um 05:00 15 (15 !!!, nicht logische 5) glockenschläge durchs tal hallten. 

zügig gings dann schon früh von ilanz dem rhein entlang richtung trun. die ersten kilometer rechts des noch gemächlich fliessenden rheins entlang über noch im schatten liegende taunasse wiesen und waldige abschnitte; immer im blick die sonnige talseite. bei tavanasa dann endlich rüber auf die freundliche uferseite. kurze wander-fillsche irreführung rauf richtung danis. kurskorrektur und weiter kilometerfressenden schrittes gen trun zu. kurz vor trun passieren wir das dörfchen darvella und zack, rivella-gelüste vernebeln meinen verstand. 

ich bin echt kaputt (ich glaub ich erhole mich erst im frühjahr wieder) und bin stolze besitzerin einer blase (auf dem grossen zehenansatz - mal was anderes!), die seit dem zweiten tag fröhlich vor sich her quengelt und wächst...

meine füsse sehnen sich nach manuelas (mein podologin-engel) fachkundigen händen!

und ich kriege heimweh und die hotels so langsam aber sicher satt. einige so genial und super schön, andere hinter scheinenden fassaden reichlich verstaubt. meist tolles personal aber leider auch die typen kellner „noch-ein-kaffee-mag-ich-echt-nicht-bringen“ oder die „wenn-ich-mich-wegdreh-muss-ich-nicht-grüssen“-fraktion. freundlichkeit hat nichts mit der anzahl sterne zu tun und wäre einfach einzusetzen.