tag 13: sedrun - oberalp

ich bin doch kein schneehuhn!

blick aus dem fenster, blick auf die wetter-app, temperatur-schock, blick zueinander, es herrscht einigkeit, abstimmung nicht notwendig. „mier göhnd mit der bahn ana!“ was für ein glück. ich bin nach den marschierten etwas über 200 kilometern so was von ferienreif. mein rücken, mein kreuz, meine füsse, meine „blattere“ (ja, ich hab fleissig compeeded (geniales blasenpflaster!) wird aber trotzdem täglich schlimmer) freuen sich über die bahnfahrt auf den oberalp. ich hätte keine chance gehabt die wanderschuhe mit den leichten sportschuhen zu tauschen. da drückte eine böse-öse inwendig direkt auf mein wehwehchen. nun beratschlagen wir mithilfe unserer wetterprognosen in abstimmung mit der motivation (tanzt immer noch über die wiese) über unsere nächsten schritte und beschliessen: genug ist genug. wir fahren morgen nach hause und lassen‘s gut sein, die geplanten letzten beiden stationen wassen und susten überspringen wir. es war eine geniale, abwechslungsreiche, lustige, genussvolle erfahrung.

reto hat in den vergangenen tagen eine hirschherde in form von pfeffer in allen varianten verzehrt und ich möchte endlich mal wieder ganz simple, feine spaghetti al dente auf dem teller sehen und mich nie mehr mit nach bergamotte duftendem hotelduschmittel einschamponieren, keine klamotten mehr handwaschen und endlich wieder meinen feinen morgenkaffee geniessen. 

und jetzt heisst‘s zum abschluss gemütliches zusammensein mit pia und ruedi, die uns auf unserer oberalpetappe besuchen und mit ins oberland nehmen. viva!