kraftwort

everything will be okay in the end.

if it's not okay, it's not the end.

 

das vorwort von julia onken zu meinem buch "schriibbudiigg – 126 kreative schreibanlässe" ist da! ich freue mich riesig über ihre worte und ihre buchempfehlung. und noch mehr darüber, dass sich julia beim lesen gleich von einer übung inspirieren liess. sie beschreibt ihr persönliches kraftwort.

schreibimpuls "kraftwort": welches wort hat für dich und dein zukünftiges leben die grösste kraft? erzähl warum du dieses wort gewählt hast und welche aktivi­täten es unterstützt, damit du deine wunschzukunft gestalten kannst?

was für ein kraftwort bestimmt dein leben? wenn ich mir das so überlege, dann ist mein kraftwort "okay". wenn ich "okay" sage, dann habe ich gedanklich bereits verschiedene szenarien durchgespielt und "okay" ist für mich dann so etwas wie der startschuss tätig zu werden. "okay" bejaht meine künftige handlung, fühlt sich positiv und energievoll an.

okay, jetzt bist du dran…

 

das vorwort von julia onken (www.julia-onken.ch) in meinem buch "schriibbudiigg":

 

Garantiert schreiben


Wer dieses Buch liest, wird hinterher heiter zur Feder greifen und munter drauflos schreiben. Es beinhaltet eine Fülle von phantasie­vollen, kreativen Impulsen und leitet mit gezielten Vorschlägen an, wie die eigene Gedankenwelt zu erforschen ist. Denn eines ist klar:

Menschen, die schreiben, wissen mehr über sich.
Wer schreibt, entdeckt sogar seine eigene Lebensgeschichte.
Schreibend, sich zu erforschen, heisst auch, dem eigenen Lebenssinn zu begegnen.
 Und wer die Richtung erahnt, kann sich nicht mehr selbst verpassen.

Obwohl ich seit Jahrzehnten schreibend unterwegs bin, hat mich das Buch richtig in Bann gezogen, sozusagen kalt erwischt und dazu veranlasst, die Übung auf Seite 67 "Kraftwort" umzusetzen. Die Frage "Welches Wort hat für dich und dein zukünftiges Leben die grösste Kraft" sprang mich gleich wie ein Affe an und die Antwort liess nicht auf sich warten: Trotzdem.

Denn "trotzdem" ist mein Lieblingswort, mehr noch, es ist mein Zauberwort. Da steckt die Kraft darin, mich nicht unterkriegen zu lassen. Das Wort richtet mich auf, Unsinnigem die Stirn zu bieten, mich nicht anzupassen, sondern aus der Reihe zu tanzen, meine eige­nen Tanzschritte zu erkunden und mir damit stets die Treue zu halten.

Das Wort "trotzdem" war stets mein treuer Begleiter. Damals, als ich als Alleinerziehende den Karren alleine zu schleppen hatte. Das Wort hat mich davor bewahrt, mich niemals in die Truppe der Ewig­jammernden einzuordnen, sondern mich dagegen aufzu­bäu­men und zu sagen: Ich nehme die Verantwortung für mein Leben selbst in die Hand.

Das Wort "trotzdem" ist heute meine Altersfürsorge. Ich weigere mich, trotz meines Alters – schliesslich werde ich in zwei Jahren achtzig (80!) - im reduzierten Winterdienst wenigstens Schwä­ne zu füttern. Nein. Ich bin hirntechnisch noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Ich gehe mit erhobenem Haupte durch die kommenden Jahre, denke, kämpfe, mische mich ein, sage meine Meinung und werde schreiben – bis zum letzten Atem­zug.

Nun muss ich mich zusammennehmen, dass ich nicht zu weiteren Schreibübungen abhebe und auch noch meinen Senf dazu gebe. Alle angebotenen Schreibthemen sind derart ver­lockend, dass es wirklich nicht einfach ist, ihnen zu widerstehen.

Mit diesem Buch hat Brigitte Filli einen wichtigen Meilenstein ge­setzt, für die zahlreichen Menschen, die gerne schreiben wollen. Es war längst fällig, die vielen Übungen zusammenzutragen und zu ordnen, jene die bereits bekannt sind, zu ergänzen, weiterzuent­wickeln, und vor allem neue, grossartige Themenbereiche zu er­finden.

Wer schon immer dachte, "eigentlich würde ich gerne schreiben, weiss aber nicht wie ich das machen soll", oder der Meinung war, es nicht zu können, wird beim Lesen dieses Buches eines Besseren belehrt. Das Buch ist aber ebenso für alle Leitenden, die Schreibkurse durchführen, eine wahre Schatzkiste.

            Ich wünsche dem Buch viele Leser und Leserinnen, damit möglichst viele dem Glück, schreibend sich selbst auf der Spur zu sein, profitieren können.

 

 

 Romanshorn, im Sommer 2020                     Julia Onken

Kommentar schreiben

Kommentare: 0