erziehungsversuche

so viel wolle, so wenig zeit

 

keine ahnung mehr, ob es sich in der 3., 4. oder 5. klasse eines meiner söhne ereignete. auf dem stundenplan stand handarbeiten, textiles gestalten, konkret: häkeln. das gab jede menge diskussionen zuhause. der zwerg behauptete steif und fest, dass es in seinem leben nie, aber wirklich nie von nöten sein werde, irgendetwas häkeln zu können und er nicht im traum daran denke, dies zu erlernen.

 

und es kam, wie es kommen musste. eines tages gab die vom fill'schen nachwuchs zu recht entnervte lehrerin dem kerlchen die zwei zu häkelnden topflappen als hausaufgabe mit. also eigentlich gab sie nur 2 reihen vorgehäkeltes, die häkelnadel und jede menge garn mit. ziel: häkle um dein leben! weil, das ganze sollte ein wunderbares überraschendes muttertagsgeschenk werden. dumm nur, dass der muttertag bereits am kommenden wochenende bevorstand.

grosse diskussionen mit den männlichen familienmitgliedern und schliesslich eine kapitulierende zwergenmutter, die sich ihre beiden muttertagsgeschenk-topflappen vor dem fernseher des abends gleich selbst häkelte. naja, so konnte ich auch die streifen in meinen wunschkombinationen häkeln.

 

die topflappen leisten noch heute ihre guten dienste. und jedes mal, wenn einer der mittlerweilen erwachsenen zwerge sie erspäht, bricht eine humorvolle anekdotenreiche diskussion über sinn und unsinn von einigen lernerfahrungen und lernaufträgen, bubenstreiche und vor allem über zwergenmutters erziehungsversuche aus.

 

 

jetzt vorbestellen: das buch zum blog – ein lesevergnügen mit reflexionsfragen (erscheinungsdatum: ende november 2020)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0